Schenken ist gar nicht so schlimm

Mittlerweile traut man sich kaum noch zu sagen, dass man gerne schenkt. Im Radio ging es neulich in einer Sendung 90 Minuten lang darum, dass man zu Weihnachten in erster Linie an sich selbst denken, sich nicht stressen, nicht zuviel Geld für Geschenke ausgeben solle usw.

Aber ist eben Weihnachten nicht auch das Fest, das uns daran erinnern soll, auch an andere zu denken?

Ich verstehe schon, dass dieser Konsumterror, gerade hier in Berlin, echt nervt und viele darauf keine Lust mehr haben. Aber man kann ja auch ein wenig achtsamer schenken. Ich gehe nicht ins Einkaufszentrum in die immer gleichen Geschäfte und meide Amazon. Natürlich fertige ich viele Geschenke selbst. Großeltern und Freunde bekommen traditionellerweise Kalender, auf denen wir mit ihnen Erinnerungen teilen. Meine Nichten bekommen in diesem Jahr Spielzeug, das unsere Töchter nicht mehr benutzen – natürlich ordentlich gereinigt und besonders hübsch verpackt – dazu noch ein paar schöne selbstgenähte Scrunchies. Und schon gibt es für wenig Geld, aber mit mehr Liebe, tolle Geschenke. Was ich in meiner Familie verschenke, verrate ich hier (noch) nicht, denn sie liest mit…nur soviel: Handgefertigte Einzelstücke von Kolleginnen und mir.

Und schließlich kann man es auch so halten, wie es eine liebe Stammkundin mir vor einigen Tagen schrieb:

„Liebe Sandra, wäre es möglich, mir eins deiner tollen Kleider aus einem etwas festeren Stoff zu nähen? Würdest du das machen?

Möchte mir das zu Weihnachten schenken…“

So haben alle Freude.

 

Eure Sandra von elbfeeberlin

2 Antworten auf „Schenken ist gar nicht so schlimm“

  1. Hallo, meine liebe Sandra,
    Du moechtest wissen, wie ich darueber denke, was Geschenkegeben zu Weihnachten betrifft. Wir machen das immer so, dass unsere beiden Toechter Angie und Kim mit ihren Maennern und unseren Enkelkindern (Angie hat Holly und Kim hat Simon, Anellise und Atticus) Geschenke bekommen und wir machen jedes Jahr zu Weihnachten (vor oder danach, je nachdem wo sie alle gerade sind) Geschenkeaustausch. Aber wir haben auch einige Freunde und Verwandte, mit denen wir in der Adventszeit zusammen sind, die Geschenke von uns bekommen. Manchmal mache ich etwas selbst oder wir suchen Sachen aus, ueber die sie sich freuen. Tom hat genau wie ich auch drei juengere Geschwister und mit denen geniessen wir Zusammensein, aber wir schenken einander nichts. Ich bin der Meinung, dass wir alles haben und eigentlich nichts brauchen. Wenn man aber jemandem eine Freude machen moechte, oder sich z.,B. bei einem netten Nachbarn dafuer bedanken moechte, dass sie besonders aufmerksam waren im Laufe des Jahres, dann sucht man etwas aus, worueber sie sich freuen wuerden. So machen wir es z.B. mit Nachbarn von gegenueber so, weil sie wirklich lieb waren und uns ganz ueberraschend mal gekochtes Essen servierten, nachdem ich mal aus dem Krankenhaus entlassen wurde nach einer OP. Die Nachbarn waren einfach ploetzlich vor der Tuer und haben uns mit einer leckeren Mahlzeit ueberrascht, worueber wir uns riesig gefreut haben. Und zu Weihnachten suchen wir etwas Huebsches fuer sie aus, sozusagen als Dank dafuer!
    Meine liebe Sandra, ich wuensche Euch eine wunderschoene und besinnliche Adventszeit und alles Liebe fuer ein gesegnetes Weihnachtsfest,
    Alles Liebe von Hanne und Tom <3

    1. Hallo, liebe Hanne,
      welch liebe Nachricht. Nun habe ich sie auch gefunden. Was Du schreibst, klingt genau so, wie ich es auch mag: Zwanglos schenken- ganz wenn einem danach ist und wenn man dem Beschenkten einfach eine Freude machen möchte. Das Zusammensein mit Freunden und Familie empfinde ich auch sehr oft als ein absolutes Geschenk. Liebe Grüße an Dich und Tom. Frohe Weihnachten! Sandra

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.