Wellen – Frühjahr/ Sommer 2018

Wellen

–             die neue Kollektion Frühjahr/ Sommer 2018

 

Der Himmel wurde jetzt farbig, die Wolken am Horizont bekamen dicke goldene Säumenund eine Welle von Rot übergoß den Himmel. Auch in das Graugrün des Meeres mischten sich blanke Fäden, und die Höhlungen der brechenden Wellen am Strande füllten sich mit Rosenrot, und plötzlich begann das Meer weiter dem Horizonte zu ganz in Rotgold zu brennen.“ (Wellen, Eduard von Keyserling)

Nun ist es soweit. Elbfeeberlins Frühjahr-Sommer-Kollektion ist fertig und kommt in die Shops.

Inspiriert zu dieser Kollektion hat mich der Roman „Wellen“. Die Atmosphäre zeichnet Keyserling ungefähr so: Ende des vorletzten Jahrhunderts treffen in einem Fischerdorf der Kurischen Nehrung  Aristokraten zur Sommerfrische ein. Im Mittelpunkt steht die unkonventionell lebende Gräfin Doralice, von der die jungen Frauen aus gutem Hause, Bella und Lolo, sehr beeindruckt sind. Vor dem allgegenwärtigen Meeresrauschen entspinnt sich eine Geschichte voller Leidenschaft, Verzweiflung und Hoffnung.

Vor diesem Hintergrund entstanden Seidenkleider in gedeckter Farbigkeit, zarte Röcke und Oberteile. Die Stücke sind einerseits elegant wie die Gräfin Doralice, andere verspielter, so wie die jungen Schwestern Lolo und Bella. Und wie beweglich die Wellen – so wandelbar die Rocklängen und Kleidersäume.

Mein Arbeitsweg

Normalerweise sieht er seit 12 Jahren so aus:

Ich gehe 14 Stufen nach unten und ein paar Schritte durch den Flur und schwupps stehe ich im Atelier/Büro/Werkstatt.

Doch der der 16,32 km lange Weg per Fahrrad zum PopUpStore ist dieser:

Ich starte 9 Uhr in der Rotkäppchenstraße/ Berlin-Köpenick, fahre zunächst an unseren Nachbargärten vorbei, biege in die Aschenbrödelstraße, überquere die breite Mahlsdorfer mit der Tram, streife linkerhand die Uhlenhorst- Grundschule, biege nach rechts in die Semliner, dann links in die Kleinschewskystraße und stoppe eventuell kurz an der Ecke Kaulsdorfer, um noch ein paar Pakete für Kundinnen an der DHL-Station einzuwerfen – oder ich bringe Pakete zur Hermes-Station an der Tankstelle, weil ich gerade genervt bin von DHL wegen irgendeiner verlustig gegangenen Sendung. Dann geht es weiter durch den Innovationspark Wuhlheide, über den Bahnübergang am S-Bahnhof Wuhlheide. Wenn ich Pech habe, warte ich hier manchmal 10 Minuten bei heruntergelassenen Schranken und dann wird es zeitlich eng, aber meist klappt alles. Jetzt passiere ich die nächste Grundschule, die Richard-Wagner-Grundschule, dieses Mal rechterhand in der Ehrenfelsstraße. Am S-Bahnhof Karlshorst fahre ich zur Dönhoffstraße, immer weiter und weiter, nach rechts unter einer Brücke hindurch, gleich links in den Hönower Weg, wo ich entlang der S-Bahn-Trasse an einer Kleingartensiedlung entlang von grünen Büschen auf einer kleinen geterten Straße fahre. Früher war hier auch mal ein Sonnenblumenlabyrinth. Die Verlängerung des Hönower Wegs ist die Zobtener Straße, die schließlich auf die Schlichtallee trifft, hier biege ich scharf links ab und fahre bis zur Kreuzung an der Hauptstraße. Jetzt habe ich etwas mehr als die Hälfte geschafft und trinke an der Ampel etwas Wasser aus meiner Flasche, die hinten immer griffbereit in meinem Fahrradkorb steht.

Entlang der Hauptstraße/Markgrafenstraße geht es Richtung Ostkreuz, das rechts liegt, dann nach rechts in die Stralauer Allee – hier stinkt es schon so richtig nach Abgasen, die Autos fahren Tempo 50, ich würde sagen mindestens. Vorbei an der Warschauer Straße,  East Side Gallery und dem Hauptbahnhof komme ich meinem Ziel immer näher. Trotz der vielen Baustellen fühle ich mich durch die vielen bereits vorhandenen Markierungen für Radfahrer sicher im Sattel und vor den Autofahrern.  Ich fahre bis zur Kreuzung Leipziger Straße, biege links ab, ab dem Hinweisschild für Tempo 30 wird die Luft merklich besser. Schließlich geht es nach rechts in die Friedrichstraße, ca. 150 m bis zur QGallery/ Deutschen Bank, die auf der linken Seite ist. Jetzt schließe ich mein Fahrrad noch an einen der Fahrradständer/ Verkehrsschild an. Meinen Helm sichere ich immer mit dem zweiten Schloss. Durch den Haupt- oder Nebeneingang geht es in die Mitarbeiterräume der Deutschen Bank, ich mache mich frisch, ziehe mich um (Ich trage immer etwas, was auch im Laden zum Verkauf angeboten wird) und freue mich auf den Tag.

 

Eure Sandra von elbfeeberlin