Wellen – Frühjahr/ Sommer 2018

Wellen

–             die neue Kollektion Frühjahr/ Sommer 2018

 

Der Himmel wurde jetzt farbig, die Wolken am Horizont bekamen dicke goldene Säumenund eine Welle von Rot übergoß den Himmel. Auch in das Graugrün des Meeres mischten sich blanke Fäden, und die Höhlungen der brechenden Wellen am Strande füllten sich mit Rosenrot, und plötzlich begann das Meer weiter dem Horizonte zu ganz in Rotgold zu brennen.“ (Wellen, Eduard von Keyserling)

Nun ist es soweit. Elbfeeberlins Frühjahr-Sommer-Kollektion ist fertig und kommt in die Shops.

Inspiriert zu dieser Kollektion hat mich der Roman „Wellen“. Die Atmosphäre zeichnet Keyserling ungefähr so: Ende des vorletzten Jahrhunderts treffen in einem Fischerdorf der Kurischen Nehrung  Aristokraten zur Sommerfrische ein. Im Mittelpunkt steht die unkonventionell lebende Gräfin Doralice, von der die jungen Frauen aus gutem Hause, Bella und Lolo, sehr beeindruckt sind. Vor dem allgegenwärtigen Meeresrauschen entspinnt sich eine Geschichte voller Leidenschaft, Verzweiflung und Hoffnung.

Vor diesem Hintergrund entstanden Seidenkleider in gedeckter Farbigkeit, zarte Röcke und Oberteile. Die Stücke sind einerseits elegant wie die Gräfin Doralice, andere verspielter, so wie die jungen Schwestern Lolo und Bella. Und wie beweglich die Wellen – so wandelbar die Rocklängen und Kleidersäume.

Mein Haushaltstag

Meine Mutter hatte ihn in der DDR einmal im Monat: Den Haushaltstag. Einmal im Monat hatte die in Vollzeit berufstätige Frau Anspruch auf diesen Tag, an dem sie sich ganz dem Haushalt widmen konnte, meistens hieß das bei uns: Wäsche waschen.

Da in der Politik immer mehr die in Vollzeit arbeitende Frau gefordert und gefördert wird, übrigens wie in der Sowjetunion ab den 1920ern und in der DDR ab den 1950ern, wage ich, den Anspruch auf den Haushaltstag neu zu formulieren und zu beanspruchen. Als emanzipierte Frau und erklärte Nicht-Ostalgikerin fordere ich diesen Tag natürlich auch für Männer, die in Vollzeit tätig sind, denn:

Momentan wächst mir die Arbeit über den Kopf, dazu Kinder, Beziehung, der Anspruch an sich selbst nach einer ausgeglichenen Work-Life-Balance, ach so… und natürlich der Haushalt. Daher erklärte ich in der vergangenen Woche den Donnerstag einfach zu meinem Haushaltstag.( Unbedingt wollte ich den Donnerstag nehmen, der eben kurz vor dem Wochenende ist, aber noch nicht der Freitag, an dem fast alle früher mit der Arbeit aufhören.)Ich habe nur Wäsche gewaschen, gebügelt, aufgeräumt, geputzt und eingekauft.

Ich habe es echt genossen, ganz ehrlich – brauche ich ab jetzt in jedem Monat!

 

Eure Sandra von elbfeeberlin