„WildThing“ Kollektion Herbst/ Winter 2018/19

Diese Kollektion bezog ihre Inspiration nicht, wie bei mir sonst häufig der Fall, aus einer literarischen Quelle oder von einer Reise.

Modell „Jennifer“

Im Sinne der zero-waste-Nachhaltigkeit hatte ich mir vor einiger Zeit vorgenommen, auch kleinste Wollreste aufzuheben und einer Weiterverarbeitung zuzuführen – herausgekommen ist die Idee, alle diese Wollreste zu großen Knäulen zusammenzuführen, sodass daraus neue Stücke, insbesondere Pullover, entstehen können. Hinzu kamen noch Stoffe, die ich aus dem Nachlass eines Herrenschneiders bekommen hatte. Ergänzt werden diese „leftover-materials“ von fair gehandelter und ökologisch produzierter Baumwolle und Merino- und Schurwolle. Diese Materialien gehören bei mir ja mittlerweile schon zu den Klassikern.

Die Kollektion „WildThing“ besteht aus zehn Teilen. Die neun Pullover und der eine Rock, der zu allen passt, entstanden und entstehen alle in meinem Berliner Atelier.

Modell „Cyndi“

Modell „Bonnie“

Modell „Blondie“

Modell „Whitney“

Modell „Kate“

Modell „Tracy“

Modell „Kim“

Modell „Tina“

(Unser Model Eva trägt zu den Pullovern immer den Rock der Kollektion „Tanita“)

Als ich  über Namen für meine Kollektion nachdachte und dabei die einzelnen Teile betrachtete, musste ich plötzlich an die Popsängerinnen der 1980er denken. Irgendwie passten sie zu den Pullovern. Sie waren wild, unabhängig und doch irgendwie fester Bestandteil der Kultur. Für mich sind sie genau so wie die Teile dieser Kollektion.

 

Ich freue mich auf Euer Feedback.

Eure Sandra von elbfeeberlin

Und alles ohne Eintritt

Oder wie Tucholsky sagte: Trudle durch die Welt, sie ist so schön.

Weil das Wetter gestern so herrlich war, spazierten wir vier Stunden durch die Gegend.

In Babelsberg begannen wir unseren Rundgang am Schloss Babelsberg, zugegebenermaßen ein etwas lustiger Bau – Schinkel, der Architekt, musste so viele Extrawünsche seiner Auftraggeber einfließen lassen bis er selbst das Schloss so schrecklich fand, dass er nicht einmal zur Einweihung kam.

Durch den Pleasure Garden, gestaltet von Fürst Pückler, liefen wir zum Flatow-Turm, vorbei an der Gerichtslaube, über eine kleine Brücke nach Glienicke in den Garten um das dortige Schloss herum.

Hier hat Schinkel den Sehnsüchten seiner Auftraggeber nach Italien Form und Gestalt verliehen – die Anlage sieht so italienisch-klassizistisch aus, dass es eine absolute Augenweide ist. Ich staune immer wieder, wie weit die europäische Kultur zu der Zeit – um und nach 1800 – war, wie zurückhaltend und elegant alles war…

Wir streiften den Cecilienhof, dann zum Pfingstberg – zum Bellevue – das eigens gebaut wurde, um den schönen Ausblick zu genießen.

Klar, wenn man alles von innen besichtige möchte, kostet es Eintritt (aber nicht die Welt), doch schon von außen gesehen, kehrt man so reich beeindruckt zurück und kann gelassen in die Arbeitswoche starten.

TRUDLE DURCH DIE WELT, SIE IST SO SCHÖN.

Eure Sandra von elbfeeberlin