Etwas Austen, etwas Bridgerton – ganz viel elbfeeberlin

Über meine neue Kollektion habe ich ja unlängst ein kleines Elfchen verfasst:

Kollektion

Die neue

Zerowaste und Nachhaltigkeit

Etwas Bridgerton, etwas Austen

Frühlingsgefühle

 

Ich hatte, mal wieder, viel Freude an meiner Arbeit. Inspiration bot mir erneut Jane Austen. Ich komme immer wieder auf den Stil der Kleider zurück, weil ich deren Leichtigkeit einfach wunderbar finde.  Doch jetzt kam noch ganz wichtiger Einfluss hinzu: Die Serie Bridgerton hat mich visuell absolut umgehauen und inspiriert. Ich liebe die Kostüme, sie sind nicht nur einfach historisch, sondern lehnen sich an die Charaktere der Figuren an, sind perfekt abgestimmt auf das ganze Setting. Sie versprühen mit ihrer Farben- und Detailfreude schlicht Lebensfreude und Romantik. 

Nun wollte ich natürlich nicht einfach ein paar Regency-Kleider nachahmen. Ich habe daher Schnitte angelehnt und verändert, dazu Farben genommen, die vielleicht ein bisschen über den Regency-Tellerrand hinausschauen. Und doch: Wie damals auch gibt es Stickerei auf einigen Stücken.  Hinzu kommen ein paar Dekorationen nach dem Zerowaste-Prinzip, die ich aus den Überbleibseln (Stoffen, Perlen etc.) früherer Arbeiten und von anderen Designern hergestellt habe. Damit werden einige Stücke zu echten Unikaten, da ich die Dekorationen immer wieder neu zusammensetze. Selbstredend verwende ich ansonsten in erster Linie nachhaltig hergestellte Stoffe, wie zum Beispiel Bio-Baumwolle und Naturfasergemische. 

 

Benannt sind die Teile der Kollektion nach meinen liebsten Bridgerton-Heldinnen Penelope, Eloise  und Sophie. 

Mit dieser Kollektion möchte ich Frühlingsgefühle bei Euch erzeugen, die wir gerade jetzt unbedingt brauchen.

Stimmt Ihr mir zu?

Und die Kleider, Blusen, Röcke und kleinen Schmuckstücke sollen ein wenig Feierlaune bringen …für den Samstag nach Corona….

 

Die ganze Kollektion findet Ihr natürlich wieder in meinem Online-Shop, und zwar

hier.

 

 

Colorinteraction

Wenn jemand „Rot“ sagt (den Namen einer Farbe) und 50 Leute hören zu, dann kann erwartet werden, dass da 50 Rots in den Köpfen sein werden. Und man kann sicher sein, dass all diese Rots unterschiedlich sind.“ Josef Albers

Und so ist es – Ein Blau ist ebenfalls nicht nur EIN Blau. usw.usw.
Und was zu den unterschiedlichen Vorstellungen von ein und demselben Farbton noch hinzukommt: Obwohl es unzählige Töne, Schattierungen von Farben haben, gibt es nur ungefähr 30 Wörter, die Farben beschreiben.Wir müssen uns also bei der Wahrnehmung von Farben völlig auf uns selbst verlassen.

Wenn man jetzt noch weitergeht und Farben zusammenbringt, ändert sich die Wahrnehmung erneut. Ein Rot im Zusammenspiel mit grün erscheint heller als das gleiche Rot, wenn es mit Gelb kombiniert wird.

Diese Gedanken haben meine Winterkollektion inspiriert. Ich habe mit einzelnen Farben experimentiert und sie dann zusammengebracht.

Und weil ich diese Freiheit in der Farbwahl nicht nur für mich beanspruche, möchte ich diese Möglichkeit auch meinen Kundinnen in der neuen Kollektion geben. So gibt es die Modelle einmal in der Variante, wie ich sie kombiniere und dann auch als Basis für die eigenen Farbwünsche meiner Kundinnen.

Die biologisch hergestellten und fair gehandelten Materialien verarbeite ich alle in meinem Berliner Atelier.

Viel Spaß beim Kombinieren!

Jung und frei

 

 Vielen ist ja das Jungbleiben sehr wichtig. Wir möchten jung aussehen, jung fühlen, jung denken, jung bleiben eben. Und das ist manchmal anstrengend.

Als wir uns neulich beim Frühstück darüber unterhielten, meinte mein Mann: „Warum muss ich mich jung fühlen?“ Und irgendwie hat mich die Frage nicht losgelassen. 

Vielleicht verwechseln wir eher jung sein wollen mit frei sein wollen. Vielleicht ist es gar nicht nur oder einfach kaum das voranschreitende Alter, das uns stört? Junge Menschen haben weniger Zwänge (mit der Einschränkung der Corona-Pandemie sind sie diejenigen, die unter anderem die größten Opfer brachten, aber davon mal abgesehen….). Sie haben eine geringere Lebenserfahrung, wägen deshalb vermutlich weniger ab, treffen schneller Entscheidungen, sind oft kompromissfähiger, spontaner, fröhlicher, toleranter.. usw. usw… Und all das macht sie natürlich auch freier. 

Oder liegen diese Gefühle  einfach sehr nah beieinander?

Ich beispielsweise möchte die ganzen Erfahrungen, die ich mittlerweile auf meinem fast 46jährigen Buckel gesammelt habe, nicht missen. Und ich schreibe jetzt hier bewusst mein Alter hinein, weil ich es schade finde, dass Frau oft das Gefühl hat, ihr Alter nicht verraten zu können. Wenn sie das nicht möchte, ist das natürlich völlig okay, aber letzten Endes ist das eine Zahl und außerdem eine Zahl, für die wir absolut nichts können – und alle anderen natürlich auch nicht. 

Ich fühle mich oft jung – oder doch eher frei? – draußen, wenn ich mit meiner Familie, meinen Freunden lache, wenn wir unterwegs im Urlaub sind, wenn ich an einem tollen Projekt arbeite. Wenn meine Erfahrungen nicht einfließen…dann vergesse ich sie oft dabei, während ich neue sammle.

Eure Sandra von elbfeeberlin