Last-Minute Maßanfertigung

Am 15. Juni erreichte mich ein wirklicher Hilferuf: Eine Braut hatte bei einer Kollegin eine Maßanfertigung bestellt und auch bekommen; aber sie war sehr unglücklich damit. Was tat sie? Sie scrollte durch die vielen wunderschönen Brautkleider, die es auf Etsy gibt. Nach ihrem Bekunden fand sie dann, irgendwann nach einigen Tagen, meine Kollektion – und fand zwei Kleider schön: „Kamelie“ aus der Blumenduett-Kollektion und „Natascha“ .

Daraufhin schrieb sie mich an und fragte, ob es möglich sei, eine Maßanfertigung zu bekommen – bis Mitte Juli….

Was schon mal gut war: Sie schrieb mir aus Deutschland, das hieß für mich sofort: Okay, wir haben kurze Lieferzeiten. Ich nahm die Herausforderung an.

Und nachdem ich dann im ersten Videocall ihren Schilderungen zuhörte, war mir klar: Sie möchte weder „Kamelie“ noch „Natascha“, sondern eine Mischung daraus. Als ich ihr das sagte, meinte sie: „Ganz genau.“ Das Oberteil sollte aussehen wie bei „Natascha“, aber mit der Farbe wie die „Kamelie“, der Rockteil wie die „Kamelie“, aber mit dem Stoff wie bei „Natascha“. Prima. 

Ich sandte ihr Fotos, Spitzenvorschläge und Stoffproben aus meinem Bestand zur Auswahl, denn ich wollte möglichst wenige Verzögerungen durch Lieferzeiten haben. Währenddessen fand sie wiederum die perfekte Spitze in einem litauischen Material-Shop auf Etsy. Puh. Aber es gibt ja UPS und ich bekam die Spitze innerhalb eines Werktages. Danke an UPS und natürlich die Shop-Kollegen in Litauen!

Beim Vermessen „meiner“ Braut half glücklicherweise die Änderungsschneiderin bei ihr im Haus. Danke auch an diese liebe Kollegin!

Und mit noch einigen Videocalls und zweimaligem Hin-und Herschicken haben wir es geschafft. Am 10. Juli kam das fertige Kleid bei ihr an.

Was für ein Glück. Geschafft – eine Maßanfertigung innerhalb von vier Wochen. 

Eure Sandra von elbfeeberlin

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