„Ich selber…

 

…..bin der Inhalt meines Buches.“ Ist das nicht ein brillanter Satz? Das schrieb Michel de Montaigne schon im 16. Jahrhundert und ich bin fasziniert, wie modern er klingt – dieser fast 500 Jahre alte Satz. 

Er bildet den Ausgangspunkt für meine neue Kollektion, für die ich übrigens gerade das Fotoshooting vorbereite. Doch auch für meine ganzen alltäglichen  finde ich ihn so gut, dass er mir gar nicht mehr aus dem Kopf gehen mag.

Wir (ich) neige (n) ja dazu, gelegentlich gern die Schuld für irgendein Problem oder eine Sache, die uns (mich) beschäftigt, bei anderen, den äußeren Umständen oder einfach der Welt im Großen und Ganzen zu suchen und auch zu finden. 

Beispielsweise fand ich es total ätzend, dass Etsy ein Star-Seller-Programm ins Leben gerufen hat, dessen Kriterien quasi kaum zu erfüllen sind und die mich als „arme kleine“ Verkäuferin dort auf der Plattform zwingen, quasi 24/7 online präsent zu sein, ansonsten kann ich u. a. dem Kriterium, Nachrichtenanfragen immer innerhalb von maximal 24 Stunden zu beantworten, nicht gerecht werden, denn liegt die schnelle Antwortquote bei unter 95 %, verliert man das Star-Seller-Banner wieder. Hinzu kommen noch zwei weitere Rubriken, die mit 95 % zu erfüllen sind, aber ich will euch nicht langweilen…

Der Punkt ist: Klar, ich kann weiter rumjammern und es alles gemein finden oder selbst versuchen, mich von dem Druck frei zu machen und das Beste daraus machen – für mich. Ich antworte selbstverständlich meinen Kundinnen so schnell wie möglich. Das tue ich sogar im Urlaub….ich gebe einfach mein Bestes. Was die anderen, seien es nun meine Kundinnen oder die Algorithmen auf Etsy, der riesigen Plattform mit Millionen von Mitgliedern auf dem ganzen Globus, liegt dann nicht mehr in meiner Hand. 

Denn, klar, das Buch ist vorgegeben, aber den Inhalt schreibe ich.

Eure Sandra von elbfeeberlin

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